Zusätzliche Methanausbeute durch zweistufiges Verfahren

In der ersten Stufe erfolgt in einem Konverter zunächst die Hydrolyse. Hierbei spalten die Pansenbakterien die Cellulose in einzelne Glucose-Einheiten auf. Im nächsten Schritt, der Versäuerung, wird die Glucose zu kurzkettigen Fettsäuren abgebaut, den SCFA (short chain fatty acids) wie beispielsweise Essigsäure, Propionsäure und Buttersäure. Im Magen der Kuh werden die SCFA von der Magenwand resorbiert und als Baustein für den Energiestoffwechsel eingesetzt. In der RuminoTec-Anlage stehen sie jedoch für die Energiegewinnung zur Verfügung. Hier transportiert eine Prozesslösung die kurzkettigen Fettsäuren in eine zweite Stufe: in den Methan-Konverter.

Dort findet die Methanogenese statt, bei der spezielle Mikroorganismenstämme die Fettsäuren in Methan und Kohlendioxid aufspalten. Das Endprodukt Methan steht dann zum Beispiel für den Einsatz in BHKW oder Erdgasaufbereitungsanlagen zur Verfügung. Die Prozesslösung zirkuliert weiter im Gesamtsystem, fließt nach der Methanogenese wieder in den Pansen zurück und reichert sich dort erneut mit Fettsäuren an. Der Kreislauf beginnt von Neuem.